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Wolf im Westerwald: Lösungen statt Hilflosigkeit

Die jüngsten Berichte über Wolfsrisse im Westerwald haben eine Debatte ausgelöst, die der Ortsverein Bad Marienberg der SPD ernst nimmt. Die Sorgen von Tierhaltern, Landwirten und anderen Betroffenen sind berechtigt – und sie verdienen konkrete Antworten statt Resignation.

„Die Frage ist doch nicht, ob der Wolf da ist – er ist da. Die Frage ist, was wir jetzt tun“, erklärt Karsten Lucke, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Bad Marienberg. „Und da gibt es bereits gute Antworten, die leider viel zu wenig bekannt sind.“

Das Land Rheinland-Pfalz hat mit dem Koordinationszentrum Luchs und Wolf (Kluwo) eine kompetente Fachstelle eingerichtet, die Tierhaltern und betroffenen Einrichtungen konkret hilft: Mit Beratung zu wolfssicheren Zäunen und Gehegen, Fördermöglichkeiten für Herdenschutzmaßnahmen, Unterstützung bei der Antragstellung und praktischen Lösungen für unterschiedlichste Betriebe und Einrichtungen. Kluwo informiert demnächst auch in Bad Marienberg – eine Gelegenheit, die alle Betroffenen nutzen sollten.

„Wer öffentlich Alarm schlägt, sollte auch öffentlich auf diese Unterstützungsangebote hinweisen“, betont Sebastian Neufurth-Tropp, ebenfalls Vorstandmitglied in der SPD Bad Marienberg. „Es ist die Aufgabe von Politik und Verantwortungsträgern, Betroffene aktiv zu diesen Angeboten zu lotsen – und nicht den Eindruck zu erwecken, man sei schutzlos ausgeliefert.“

Die SPD Bad Marienberg erwartet daher von den zuständigen kommunalen Stellen, dass sie Tierhalter und Einrichtungen in der Region proaktiv über vorhandene Hilfsangebote informieren und bei der Umsetzung von Herdenschutzmaßnahmen begleiten. Wer Verantwortung trägt, muss Lösungen anbieten – nicht nur Probleme benennen.

Darüber hinaus ist die SPD Bad Marienberg der Überzeugung: Eine ehrliche politische Debatte darf auch das Thema Bestandsmanagement nicht ausklammern. Wo Herdenschutz an strukturelle Grenzen stößt, braucht es klare gesetzliche Regelungen und schnelle Entscheidungswege. „Das ist eine Aufgabe für Landes- und Bundespolitik“, so Jannis Ließfeld, selbst Weidetierhalter und Vorstandsmitglied des Ortsvereins. „Aber diese Debatte führt man sachlich und auf Basis von Fakten – nicht mit Stimmungsmache kurz vor Wahlen.“

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